Griesbach empfängt SW München

Niederlagen in Herrsching und Haching – jetzt müssen Punkte her

Die Volleyballerinnen des TSV Bad Griesbach hatten sich das letzte Wochenende etwas anders vorgestellt. Mit nur einem Punkt verließen die Rottalerinnen letzten Sonntag die Landeshauptsstadt und zeigten dabei zwei Gesichter. Mit vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz gehen die Griesbacherinnen nun in die letzten 4 Spiele der Saison und müssen noch fleißig punkten um nach der starken Vorrunde nicht doch noch in den Abstiegsstrudel gezogen zu werden. Nun geht es am Samstag um 14 Uhr in der heimischen Volkschulturnhalle gegen den Tabellendritten SW München. Die Mannschaft wird mit der Unterstützung ihrer Zuschauer alles geben, um etwas Zählbares in Griesbach zu behalten.

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Gegen den VC-DJK München Ost/ Herrsching hatten die Volleyballerinnen des TSV einiges vor. Mit einem Sieg wäre der Klassenerhalt sicher gewesen. Ohne Julis Sosnowski musste die Mannschaft in München antreten. Gegen den technisch und spielerisch unterlegenen Gegner schaffte es die Mannschaft von Anfang an nicht, die nötige Konzentration auf das Spielfeld zu bringen. Viel zu viele Fehler sorgten dafür, dass die gut spielende Heimmannschaft den Anschluss halten konnte. Vor allem in der Abwehr waren sich die Griesbacherinnen nicht einig und ehe man sich versah, ging der erste Satz mit 25:23 an Herrsching. Geschockt vom Rückstand lieferte der TSV im Anschluss einen Offenbarungseid ab und brachte nichts, aber auch gar nichts zu Stande. Zwischenzeitlich lag das Team mit 11 Punkten zurück. Der Satz schien gelaufen, doch das Kämpferherz der Rottalerinnen hatte nicht aufgehört zu schlagen und die Mannschaft arbeitete sich Punkt für Punkt an ihren Gegner heran. Mit einem Mal zeigte die Mannschaft ansprechenden Volleyball und das mögliche Potential, was in ihr steckt. Nach abgewehrtem Satzball holte sich Griesbach den Satz mit 26:24. Im dritten Satz war die Leistung weiterhin ordentlich, doch Herrsching, die einen guten Tag erwischten, gestalteten das Spiel weiterhin ausgeglichen. Griesbach behielt die Neren und holte sich auch den zweiten Durchgang mit 2:1. Unverständlich dann der erneute Leistungseinbruch. Mit viel zu vielen Ungenauigkeiten der Rottalerinnen und fehlende Konsequenz am Netz schenkte der TSV seinem Gegner die Punkte reihenweise. Mit der dargebotenen Leistung ist es eigentlich ein Wunder, dass die Mannschaft 20 Punkte in dem Satz holen konnte. Im Tie-Break schien es dann wieder besser zu laufen. Griesbach erspielte sich eine Führung und dominierte die Anfangsphase. Doch wieder schlichen sich Abstimmungsprobleme ein. Mit Ach und Krach wechselten der TSV mit einer 8:7 Führung die Seiten um anschließend überhaupt kein Bein mehr auf den Boden zu bringen. Herrsching holte sich den 3:2 Sieg mit einem 15:11 im Tie-Break völlig verdient aufgrund einer couragierten Leistung. Griesbach hatte sich den Punkt aufgrund einer starken Phase von vielleicht 30 Minuten dennoch verdient.

Am Sonntag stand dann das Spiel beim Tabellenzweiten Unterhaching an. Die Hachinger, nach Minuspunkten Erster, wollen unbedingt den Aufstieg in die Regionalliga schaffen und starteten dementsprechend mit viel Power und Angriffsgewalt in das Spiel. Den Damen des TSV schien das Spiel des Vortags noch in den Köpfen und Beinen zu stecken, denn der erste Satz wurde komplett verschlafen und mit 25:12. Der sich im ersten Satz andeutende Abschuss blieb allerdings aus, weil die Griesbacherinnen zu ihrem Spiel fanden. Den Zuschauern wurde in der Folge ein hochklassiges Volleyballspiel geboten, bei dem es dem TSV Bad Griesbach gelang, das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Immer wieder fanden die Schnellangriffe der Rottalerinnen ihr Ziel und Haching musste sich gewaltig strecken, um den zweiten Satz mit 25:23 für sich zu entscheiden. Auch im dritten Satz boten beide Mannschaften sehenswerten Volleyball. Die Annahme der Gäste stand immer besser und Zuspielerin Fabich, die am Vortag blass blieb, spielte die Pässe präzise und taktisch einwandfrei auf ihre Angreiferinnen. Da bekam sogar der Ligaprimus Haching in Schwierigkeiten. Den Rottalerinnen gelang es das Tempo hoch zu halten und holten sich den 3. Satz mit 25:19. Der 4. Satz entwickelte sich zu einem Kopf an Kopf – Rennen. Haching konnte eine knappe Führung immer wieder verteidigen, doch Griesbach blieb an ihren Gegnerinnen dran und hielt das Spiel offen. Am Ende setzte sich Haching knapp mit 25:22 durch und behielt die drei Punkte in Haching. Der TSV Bad Griesbach zeigte aber ab dem zweiten Satz eine beeindruckende Leistung und möchte an diese am Samstag gegen SW München anknüpfen. Nur mit der besten Leistung haben die Rottalerinnen eine Chance, gegen die Oberbayern zu bestehen.