Griesbach mit starkem Auftritt zu Hause

Knappe 2:3 Niederlage gegen Schwabing – In München war nichts zu holen

Die Volleyballerinnen des TSV Bad Griesbach haben ihren Zuschauern in der heimischen Halle einen einen hochklassigen Krimi geboten. Sowohl der Gast vom FTM Schwabing mit dem Griesbacher Urgestein Julia Hinterdobler (26) als Libera als auch der Gastgeber zeigten über weite Strecken viel Einsatz, effektive Spielzüge und harte Angriffe. Das kurzweilige Spiel dauerte über zwei Stunden und fand in Schwabing am Ende einen glücklicheren Sieger bei zwei gleichstarken Mannschaften.

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Griesbachs Trainer Dominik Ludwig schickte Zuspielerin Lisa Fabich, Diagonale Steffi Koller, die beiden Mittelblockerinnen Maike Dülmer und Julia Sosnowski, die Außenannahmespielerinnen Carolin Reitberger und Luise Neumüller sowie Libera Christine Hellinger aufs Feld. Nach der schwachen Leistung in der Vorwoche in der Annahme und Aufschlag hatte Ludwig in der Woche vor allem auf diese Bausteine des Spiels viel Wert gelegt. Griesbach fand gut in das Spiel hinein und entdeckte früh die Lücken im Schwabinger Spiel. Koller glänzte mit einer Aufschlagserie und brachte ihre Mannschaft früh mit 12:3 in Führung. Beide Mannschaften schlugen mit viel Risiko auf, was zu Punkten aber auch zu einigen Fehlern führte. Die Mitte des ersten Satzes war davon geprägt. Dadurch konnte der Vorsprung gehalten werden (15:7). Zuspielerin Lisa Fabich zeigte sich gut aufgelegt und trug mit einem Angriffspunkt und einer feinen Finte zu den Punkten bei. Griesbach gewann den ersten Satz mit 25:18. Schwabing stellte sein Team im zweiten Satz komplett um. Die beste Spielerin, die im ersten Satz als Mittelblockerin nicht zur Geltung kam, übernahm die Diagonale und drückte dem Spiel fortan eindrucksvoll ihren Stempel auf. Der Griesbacher Block stand gut, auch die Abwehr mühte sich engagiert, die Qualität der Angriffe waren allerdings eher zweitligareif. Punkt für Punkt enteilten die Oberbayern und führten kurz vor Schluss 22:13. Mit Aufschlägen von Dülmer und Fabich kamen die Rottalerinnen noch auf drei Punkte heran, letztendlich brachte Schwabing den Satz mit 25:22 gerade noch über die Ziellinie. Mit dem Momentum auf ihrer Seite und Jenny Janda für Reitberger und Constanze Koller für Sosnowski startete Griesbach stark in den dritten Satz. Schwabing spielte weiter auf sehr hohem Niveau. Bis zum 7:7 gelangen beiden Mannschaften schöne Angriffspunkte. Für die Schwabinger Mädels reichte eine Aufschlagserie um sich den entscheidenden Vorsprung herauszuspielen. Schwabing trumpfte groß auf und gewann den dritten Satz mit 25:18. Reitberger kam für Neumüller zurück ins Spiel. Die Aufschläge sollten wieder einen Einfluss auf den Ausgang des Satzes haben. Beide Teams verpassten mit Aufschlagfehlern für einen Vorsprung zu sorgen. Bis zum 11:9 verglichen sich die beiden Mannschaften wieder auf Augenhöhe. Wie im ersten Satz brachten die Aufschläge von Steffi Koller den Griesbacherinnen einen schönen Vorsprung zum 21:16. Schwabing gab sich nicht geschlagen und erkämpfte sich den 23:23 Ausgleich. Griesbach schlug zurück und holte sich den ersten Satzball. Fabich erzielte einen Aufschlagpunkt, doch der Schiedsrichter pfiff diesen zurecht wegen eines Fußfehlers zurück. Reitberger sorgte mit einem starken Angriff für den zweiten Satzball, denn sie selbst mit einem druckvollen Sprungaufschlag zum 26:24 verwandelte. Im Tie-Break kam wieder Sosnowski für Constanze Koller ins Spiel. Bei 8:7 für Griesbach wechselten die Teams die Seiten. Eine kleine Serie im Schwabinger Aufschlag, bei der die Griesbacherinnen mit nur zwei Angreiferinnen agieren konnten sorgten für die Vorentscheidung. Einen Matchball konnten die Gastgeberinnen noch abwehren, am Ende gewann Schwabing mit einem kleinen Deut mehr Können den Tie-Break mit 15:12.

 

Am Sonntag musste Griesbach dann beim bisher ungeschlagenen Tabellenführer Schwarz-Weiß München antreten. Die Münchnerinnen verloren bis dato keinen Satz und zeigten, dass sie nicht umsonst an der Spitze der Tabelle stehen. Griesbach zeigte zwar ein gutes Spiel, hatten am Ende aber nicht die spielerischen Mittel um den Spitzenreiter zu gefährden. Zu viele kleine individuelle Fehler machten ein besseres Ergebnis zu Nichte. Mit 23:25, 22:25 und 16:25 ging das Spiel an München.

 

Nun hat der TSV Bad Griesbach zwei Wochen Pause und Zeit, weiter an der ansteigenden Form zu arbeiten um am 4.11. gegen den VCO München den ersten Sieg einzufahren.