Griesbacher Volleyballerinnen sorgen für einen Paukenschlag
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In der Landesliga Süd/Ost haben die Volleyballerinnen des TSV Bad Griesbach am Wochenende gegen die Roten Raben Vilsbiburg III erwartungsgemäß mit 3:1 gewonnen. Im zweiten Spiel schlugen die Rottalerinnen den Aufstiegsaspiranten FTSV Straubing II überraschend deutlich mit 3:0.
Wie in der letzten Saison scheinen die Griesbacher auch in dieser Spielzeit erst in der Rückrunde richtig warmzulaufen. Aufgrund der mageren Punkteausbeute und vielen knappen Niederlagen in der Vorrunde eilen die Rottalerinnen von Endspiel zu Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt. Beim Tabellenletzten Rote Raben Vilsbiburg ging die Mannschaft um Kapitänin Meike Thomsen als Favorit ins Spiel. Unter dem Druck des gewinnen Müssens, agierte Griesbach anfangs nervös und mit hoher Fehlerquote. Vilsbiburg zeigte sich im Vergleich zum Hinspiel deutlich verbessert. Die Arbeit der ehemaligen Nationalspielerin Katja Wühler mit der jungen Mannschaft hat zu enormen Fortschritten beim Spielniveau der Vilsstädter gesorgt. Bis zum 12:12 verlief das Spiel ausgeglichen. Durch eine Aufschlagserie der Vilsbiburgerinnen und Missverständnisse in der Griesbacher Feldverteidigung gingen die Raben mit 18:13 in Führung. Den Rückstand konnten die Rottalerinnen nicht mehr verkürzen und mussten sich 18:25 geschlagen geben. Im zweiten Satz kam Außenangreiferin Verena Krautwurm ins Spiel, die aufgrund eines grippalen Infekts anfangs geschont wurde. Eine schnelle 4:0 für Griesbach sorgte für Sicherheit. Die Abwehr um Libera Claudia Stephani stellte sich auf die Angriffe besser ein und war in der Folge der gewünschte Rückhalt im Spiel. Vor allem die Außenangreiferinnen Verena Krautwurm und Simone Süther sammelten fleißig Punkte für die Rottalerinnen. Der Vorsprung wurde bis zum 14:9 gehalten. Die Mittelblockerinnen Sabine Niederhofer und Constanze Koller sorgten mit ihrer Blockarbeit auch für einige Punkte im Spiel der Rottalerinnen. Der zweite Satz ging mit 25:18 an Griesbach. Der dritte Satz verlief bis zum 17:14 für Griesbach ausgeglichen. Trainer Wolfgang Stephani wechselte bei diesem Spielstand Nastassja Hippeli zum Aufschlag ein. Mit ihren Sprungflatteraufschlägen setzte Hippeli die Gegnerinnen so unter Druck, dass sie den Satz zum 25:14 beendete. Vilsbiburg gab sich noch nicht geschlagen und führte im vierten Satz noch einmal 7:5. Doch die Griesbacherinnen hielten dagegen und spielten den Gegner in der Folge an die Wand. Mit einem Zwischenspurt, unterstützt durch starke Aufschläge von Simone Süther, zog Griesbach mit 13:7 davon. Vor allem Diagonalspielerin Christina Winklhofer avancierte mit ihrem variablen Angriffsspiel zum Topscorer. Geschickt eingesetzt von Zuspielerin Sylvia Borek gelang Winklhofer sowohl mit druckvollen Angriffen aber auch mit Finten alles. Auch der vierte Satz und damit das Spiel ging mit 25:14 an Griesbach.
Die Vorzeichen für das zweite Spiel waren umgekehrt. Nun durfte Griesbach in die Außenseiterrolle schlupfen. Straubing konnte mit einem Sieg die Tabellenführung übernehmen und dem selbst gesetzten Ziel, in die Bayernliga aufzusteigen, einen wichtigen Schritt näher kommen. In Bestsetzung startete Straubing in das Spiel. Sehr schnelle zeigten beide Mannschaften ein Spiel auf hohem Niveau. Straubing zeigte sich anfangs etwas zwingender und erspielte sich eine 15:10 Führung. Der Vorsprung Straubings hielt bis zum 24:21 Zwischenstand. Griesbachs Zuspielerin Ingrid Bergmaier schlug mit hohem Risiko auf und konnte unter dem Jubel der mitgereisten Zuschauer zuerst für den Ausgleich und dann auch für den ersten Satzball beim 25:24 sorgen. Straubing glich noch einmal aus: Am Ende wurde die Risikobereitschaft der Rottalerinnen zum 27:25 belohnt. Die Taktik, gegen die Straubinger Mittelspielerinnen, auf die das Spiel zugeschnitten ist, mit einem für die Liga ungewöhnlichen Dreierblock zu spielen bewährte sich. Das Straubinger Angriffsspiel wurde dadurch entschärft und die Bälle, die am Block vorbei gingen, konnten meist in der Abwehr entschärft werden. Theresa Hebel schoß für Griesbach eine schnelle 9:4 Führung heraus. Straubing arbeitete sich wieder heran und konnte zu Satzmitte ausgleichen. Beide Mannschaften kämpften um die Punkte. Straubing erarbeitete sich ein 22:20. Griesbachs Mittelblockerin Constanze Koller konterte mit guten Aufschlägen und stellte auf 24:22. Einen Satzball konnte Straubing abwehren. In der folgenden Auszeit gab Trainer Stephani die Marschroute für das Angriffsspiel vor und Griesbach machte den Punkt zum 25:23. Den Straubinger Spielerinnen merkte man die kraftraubenden letzten Wochen an und Trainer Schellinger musste reagieren. Wieder war es Theresa Hebel, die früh im Satz mit ihren Aufschlagpunkten das Griesbacher Spiel gefährlich machte und für einen scheinbar beruhigenden 12:2 Vorsprung sorgte. Die einzige etwas holprige Phase im Spiel der Rottalerinnen ließ Straubing auf 17:15 verkürzen und noch einmal hoffen. Doch nicht wie in einigen Spielen der Vorrunde geschehen, ließen sich die Griesbacherinnen diesmal den Sieg nicht mehr nehmen. Nastassja Hippeli machte mit einem Aufschlagpunkt den Sack zum 25:19 zu. Der TSV Bad Griesbach gewann gegen den Aufstiegsaspiranten FTSV Straubing II auch in der Höhe verdient, nach Aussagen von Straubing-Trainer Schellinger, mit 3:0.
Mit den 4 Punkten im Gepäck hat Griesbach einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Es ist nur noch rechnerisch möglich direkt abzusteigen. Realistisch erscheint dieses Szenario nicht mehr. Allerdings dürfen sich die Rottalerinnen noch nicht zurücklehnen, weil es im Dreikampf mit dem TSV Grafing und der DJK Darching um die Tabellenplätze 6 und 7 geht. Der Achte der Liga muss in die Relegation. In zwei Wochen steht ein weiteres Endspiel an. In München spielt der TSV Bad Griesbach dann bei der DJK Darching um wichtige Punkte.
Die Zweite des TSV Bad Griesbach hat hingegen die Tabelleführung in der Bezirksklasse bravourös verteidigt. Die junge Mannschaft von Trainer Florian Leupold hängte im Kampf um den Aufstieg, durch zwei 3:1 Siege gegen die direkte Konkurrenz, Fürstenzell und Gotteszell wohl endgültig ab. Während Fürstenzell im Vergleich zum Hinspiel mit zwei ehemaligen Landesligaspielerinnen stark aufgerüstet hat, musste Leupold mit Stefanie Koller auf den Punktegaranten aus der ersten Begegnung verzichten. Mit den letzten Erfolgen im Rücken trat der Griesbacher Nachwuchs mit viel Selbstvertrauen auf. Während Griesbach die Aufgabe erfüllte, stolperten die punktgleichen Hauzenbergerinnen gegen Passau. Damit ist Griesbach nun alleiniger Tabellenführer der Bezirksklasse und hat das Tor zur Bezirksliga weit aufgestoßen.







