Griesbacher Fokus auf die Relegation

Griesbacher Fokus auf die Relegation

Zwei Niederlagen auswärts – Formkurve zeigt nach oben

 

Die Volleyballerinnen des TSV Bad Griesbach haben am Wochenende ihre beiden letzten Saisonspiele in der Bayernliga absolviert. Am Samstagabend mussten sich die Rottalerinnen beim SV Inning knapp 1:3 geschlagen geben. Am Sonntag zeigte der TSV ein gutes Spiel, verlor aber beim Meister SV Mauerstetten 0:3.

Trainer Wolfgang Stephani, der mittlerweile seit Monaten auf viele Spielerinnen verzichten muss, durfte mit einer jungen Mannschaft die Reise zu den beiden Auswärtspartien antreten. Co Trainer Florian Leupold musste auf die Reise verzichten, da seine Frau, Außenangreiferin Verena Leupold, nach der Kreuzbandoperation Mitte der Woche, zu Hause etwas Unterstützung brauchte. Sophia Hebel kann kommende Woche wieder ins Training einsteigen und wird eine Option für die Relegation sein. Ingrid Janda musste aus beruflichen Gründen passen.

 

Gegen den SV Inning begann der TSV Bad Griesbach mit Zuspielerin Lisa Fabich, Diagonale Steffi Koller, Libera Theresa Urmann, den beiden Mittelblockerinnen Maike Dülmer und Constanze Koller, sowie den Außenangreiferinnen Jenny Janda und Christina Winklhofer. Mit viel Schwung erspielte sich der TSV schnell eine Führung. Steffi Koller bereitete dabei mit druckvollen Aufschlägen die Punkte Ihrer Mannschaft mustergültig vor. Zwischenzeitlich führte Griesbach 9:3 und später 14:9. Erst spät im ersten Satz reichte den Oberbayern eine Aufschlagserie um auszugleichen und gar vorbeizuziehen. Griesbach verschlief das Satzende und musste sich 22:25 geschlagen geben. Im zweiten Satz nutzte Inning den Schwung vom Ende des ersten Satzes und führte schnell 10:5. Doch Griesbach gab sich nicht geschlagen und zeigte anschließend sein bestes Spiel. Aus einer stabilen Defensive konnte Zuspielerin Fabich das Spiel für ihre Angreiferinnen schnell machen und vor allem Steffi Koller konnte Punkt um Punkt mit ihren Angriffen für Ihr Team beitragen. Mitte des Satzes kam Marion Fromberger für Janda ins Spiel. Bei 14:15 brauchte Stephani noch einmal eine Auszeit, um seine Mannschaft auf Kurs zu bringen, dann holten sich die Griesbacherinnen den zweiten Satz mit 25:22. Schwer umkämpft waren auch die Punkte im dritten Satz. Inning erspielte sich Mitte des Satzes mit einer stabilen Annahme einen Fünf-Punkte- Vorsprung, der bis zum Ende des Satzes halten sollte. Mit 25:20 holte sich Inning Satz 3. Dramatisch sollte dann der vierte Satz werden. Inning konnte sich Anfang des Satzes wieder von ihrem Gegner absetzen. Doch diesmal kämpften sich die Rottalerinnen wieder heran Nach 9:14 glich die Mannschaft um Kapitänin Constanze Koller zum 16:16 aus. Beide Teams zeigten in der Phase Volleyball auf hohem Bayernliganiveau. Während die Bälle von Griesbach immer wieder knapp ins Aus gingen, hatten die Oberbayerinnen vor allem mit den Netzrollern das Glück auf ihrer Seite. Trotzdem erkämpfte sich Griesbach zwei Satzbälle zum 24:22. Den ersten Satzball parierte Inning. Nach einer Griesbacher Auszeit hatte die beste Griesbacherin des Tages Steffi Koller den Satzgewinn in ihrer Hand, scheiterte aber gut angespielt von Fabich am Inninger Block. Noch einmal holte sich Griesbach einen Satzball, doch wieder nutzten die Rottalerinnen ihre Chance auf den Punkt im Angriff nicht. Inning beendete das Spiel mit einem Ass zum 27:25. Bei diesem Spiel zeigten die Rottalerinnen über weite Strecken, dass sie auf einem guten Weg sind, bis zur Relegation die nötige Form zu haben. In den entscheidenden Situationen am Satzende fehlte allerdings noch die Entschlossenheit, den Sack zu ihren Gunsten zuzumachen.

 

Am Sonntag stand dann das letzte Spiel der Saison beim Meister SV Mauerstetten an. Die Schwaben sind mit einer Niederlage in die Saison gestartet und haben im Anschluss dann aber alle ihre Partien gewinnen können. Als krasser Außenseiter gingen die Rottalerinnen mit viel Herzblut in die Begegnung. Die Startsechs vom Vortag mit Ausnahme Marion Fromberger für Christina Winklhofer begann die Partie. Mauerstetten erzeugte von Anfang an unheimlich viel Druck mit Aufschlag und Angriff. Griesbach tat sich schwer ins Spiel zu finden. Immer wieder blitzte das Können der Rottalerinnen auf, doch Mauerstetten erspielte sich eine Komfortable 14:7 Führung. Doch anstatt den Satz abzuschreiben, kämpften die Rottalerinnen um jeden Punkt. Routinier Claudia Stephani stabilisierte das Spiel mit ihrer Defensivqualität. Griesbach arbeitete sich Punkt für Punkt heran. Vor allem der Block der Niederbayern schnappte sich immer wieder die harten Angriffe der Gegnerinnen. Zweimal benötigte Mauerstetten eine Auszeit, um am Ende dann den Satz mit 25:21 ins Ziel zu bringen. Stephani brachte Winklhofer für Janda, die für Steffi Koller auf die Diagonalposition wechselte. Wieder gelang es den Rottalerinnen am Satzanfang nicht, dem Meister Paroli zu bieten. Während die Schwaben zeigten, warum sie überlegen die Meisterschaft eingefahren haben, fehlte Anfang des zweiten Satzes bei den Rottalerinnen die Durchschlagskraft. Mauerstetten führte zwischenzeitlich mit 8 Punkten (14:6). Doch dann packte wie schon im ersten Satz der Griesbacher Block zu. Marion Fromberger gelang eine Aufschlagserie von 6 Punkten. Maike Dülmer brachte einen Schnellangriff im Feld der Schwaben unter. Die Präzision im Spiel von Mauerstetten ging etwas verloren und das nutzte der gut positionierte Griesbacher Block. Bis auf einen Punkt kämpften sich die Griesbacherinnen wieder heran und nötigten dem Gastgeber bei 20:22 eine weitere Auszeit ab. Am Ende des Satzes setzte sich die höher Qualität des Meisters zwar wieder durch, aber Griesbach zeigte beim 22:25 in der zweiten Satzhälfte den Volleyball, den sie auch in zwei Wochen spielen müssen, um in der Relegation den Klassenerhalt zu erreichen. Im dritten Satz bekam dann Verena Fromberger die Chance, sich zu beweisen. Steffi Koller kehrte auf die Diagonalposition zurück. Jenny Janda und Marion Fromberger nahmen auf der Bank Platz. Auch im dritten Satz marschierte Mauerstetten vorneweg. Kurz vor Ende des dritten Satzes hatte Mauerstetten 10 Punkte Vorsprung. 23:13 stand es für die Schwaben. Doch auch in dieser Situation gaben die Griesbacherinnen noch nicht klein bei und kämpften um jeden Punkt, als ginge es um die Meisterschaft. Lisa Fabich schlug noch einmal mit vollem Risiko auf und erzielte für ihr Team und das Selbstvertrauen wichtige Zähler. Mauerstetten holte sich den dritten Satz 25:18, doch Griesbach zeigte eine beherzte und für die Relegation optimistisch stimmende Leistung.

 

In zwei Wochen geht es dann in der Relegation um den Klassenerhalt. In München spielen die Volleyballerinnen des TSV Bad Griesbach gegen den Vizemeister der Landesliga Südwest FTM Schwabing und den Vizemeister der Landesliga Südost FTSV Straubing. Nur mit zwei Siegen kann der TSV den Klassenerhalt perfekt machen. Wenn man den zweiten Platz im Relegationsturnier erreicht, muss man hoffen, dass der Vizemeister der Bayernliga Süd, der TSV Sonthofen über die Relegation den Aufstieg in die Regionalliga schafft, nur dann kann man auch mit nur einem Sieg das Ticket für die Bayernliga auch für die nächste Saison buchen.