Griesbach bleibt Bayernligist

Griesbach bleibt Bayernligist

Rückzug vom SC Freising macht Weg frei – Mannschaft im Umbruch

 

Die Volleyballerinnen des TSV Bad Griesbach spielen auch in der nächsten Saison in der Bayernliga. Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Stephani hatte nach schwerem Start im Herbst eine Siegesserie hingelegt und damit die Relegationsspiele erreicht. Obwohl beide Spiele gegen den FTSV Straubing und FTM Schwabing verloren gingen, dürfen die Rottalerinnen auch in der Saison 2017/18 in der Bayernliga aufschlagen. Profitiert hat Griesbach vom freiwilligen Rückzug des SC Freising in die Landesliga.

Ein Auf und Ab war die erste Saison des TSV in der Bayernliga. In der Hinrunde spielte die Mannschaft um Kapitänin Constanze Koller zwar einen guten Volleyball, nur konnte die Mannschaft die Leistung nicht konstant abrufen. Nach überragenden Sätzen kam meist der Einbruch, auch beeinflusst von erfahrenen Gegnern, die immer alles gaben und auf die Chance lauerten. So gingen einige Spiele, die man mit konstanter Leistung gewonnen hätte an den Gegner und die Rottalerinnen rutschten in der Tabelle, nach dem Auftaktsieg gegen den VCO München, auf einen Abstiegsplatz ab. Nassi Hippeli, Jenny Janda und Julia Sosnwoski fielen teilweise die halbe Saison aus. Mit Sylvia Berger und Kathi Marksmann fehlten von Saisonbeginn zwei erfahrene Kräfte aufgrund Schwangerschaft bzw. Verletzung.

Die Personaldecke wurde sehr eng. Mit zielorientiertem und intensivem Training konnten das Trainerteam um Co Trainer Florian Leupold und Trainer Wolfgang Stephani die Leistung der Mannschaft dann aber stabilisieren. Kurz vor Weihnachten gelang der Mannschaft ein wichtiger Auswärtssieg im Derby beim VV Gotteszell. Dieser Sieg gab der Mannschaft verlorenes Selbstvertrauen zurück und machte neue Kräfte frei. Just in dieser Phase kamen dann die Verletzung von Janda und das studienbedingte Fehlen von Sownoswki dazu. Mit Pia Demhartner konnte in der Weihnachtspause eine bayernligaerfahrene Kraft verpflichtet werden. Doch Demhartner verletzte sich nach ihrem ersten Spiel so schwer, dass ein weiterer Einsatz nicht mehr möglich war. Der Einbau der Youngsters Marion Fromberger und Sophia Hebel, sowie der erfahrenen Defensivspezialistin Claudia Stephani half der Mannschaft den Kader wieder aufzufüllen und sorgte für mehr Flexibilität. Es folgte eine Serie an Spielen (3:0 Kleinaitingen, 3:2 SW München, 3:1 Heimstetten, 2:3 Unterhaching, 3:1 Kleinaitingen) bei denen die Griesbacherinnen Punkt um Punkt sammelten und damit den Relegationsplatz absichern konnten. Vor allem das Wochenende, an dem man am Samstag Abend den damaligen Tabellenführer SW München vor heimischer Kulisse 3:2 entzauberte und am Sonntag beim direkten Konkurrenten um den Relegationsplatz SV Heimstetten 3:1 gewinnen konnte, trug maßgeblich zum letztendlichen Klassenerhalt bei. Beim Spiel in Kleinaitingen verletzte sich dann mit Verena Leupold eine weitere Leistungsträgerin am Kreuzband und fehlte im Saisonendspurt. Dieser neuerliche Substanzverlust war für die Mannschaft ein weiterer Tiefschlag in einer Saison, in der der TSV Bad Griesbach vom Pech verfolgt wurde. Es folgten gegen starke Mannschaften vier Niederlagen zum Saisonende, bei denen die „Neuen“ langsam in die Spur fanden und die Mannschaft trotz der Niederlagen gute Leistungen zeigte. Das letzte Saisonspiel ging beim Meister SV Mauerstetten zwar 0:3 verloren, in jedem Satz waren die Rottalerinnen allerdings einem Satzgewinn sehr Nahe. Die Leistung machte Hoffnung für die Relegation. Und wieder schlug das Verletzungspech zu. Libera Theresa Urmann, die mit starken Leistungen im Januar großen Anteil an den vielen Siegen hatte, verletzte sich während des Relegationsturniers und konnte ihrer Mannschaft nicht helfen. Am Ende wehrte sich die Mannschaft bis zum letzten Punkt. Der Substanzverlust aufgrund der vielen Ausfälle war für eine erfolgreiche Relegation allerdings zu groß. Vielleicht hat sich die Mannschaft am Ende das Glück, dass eine Mannschaft auf die Bayernliga verzichtet, verdient?

Nun befindet sich die Mannschaft im Umbruch. Einige Spielerinnen (Christina Winklhofer, Maike Dülmer, Verena Leupold, Theresa Urmann, Claudia Stephani) stehen kommende Saison leider nicht zur Verfügung. Dazu kommen mit Julia Sosnowski, Steffi Koller und Sophia Hebel noch drei Fragezeichen, die es vom beruflichen Einsatzort abhängig machen müssen. Es wird eine neue Mannschaft aufgebaut um die Stützen Constanze Koller, Jenny Janda, Lisa Fabich, Nassi Hippeli und Marion Fromberger. Dabei hoffen die Verantwortlichen, dass das eine oder andere Fragezeichen noch zusagt und die starken Spielerinnen des FC Fürstenzell, die im letzten Jahr in der Spielgemeinschaft Griesbach/ Fürstenzell in Bezirksliga gespielt haben, auf den Zug aufspringen. Der Verein möchte die Lücken zum Großteil aus eigener Kraft schließen mit Spielerinnen aus der Bezirksligamannschaft. Die eine oder andere starke Spielerin von außerhalb soll aber trotzdem den Kader verstärken. Interessenten können sich gerne unter 0171-2606868 melden. Außerdem wird es eine Änderung auf der Trainerposition geben müssen. Trainer Wolfgang Stephani muss nach sieben Jahren als Cheftrainer nun aus beruflichen Gründen auf sein Traineramt verzichten. Auch Co Trainer Florian Leupold zieht sich aus privaten Gründen zurück. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, mit welchem Gesicht der TSV Bad Griesbach in die neue Saison gehen wird.