Griesbach siegt im Krimi gegen München

3:1 Heimerfolg verschafft etwas Luft – Kapitänin Koller lenkt das Schiff

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Die Volleyballerinnen des TSV Bad Griesbach haben sich in einem wahren Krimi den zweiten Saisonsieg gegen die DJK München Ost/ Herrsching gesichert und haben dabei zusammen mit den Oberbayern den zahlreichen Zuschauern eine sehenswerte Unterhaltung geboten. (Ganzer Bericht bitte auf Weiterlesen Klicken)

 Am 2.12. geht es weiter und die Mannschaft von Trainer Dominik Ludwig und Wolfgang Stephani trifft um 15 Uhr in der heimischen Volkschulturnhalle auf den FTM Schwabing

 

Die Vorzeichen vor dem Heimspiel waren klar. Mit einem Sieg können die Rottalerinnen die gefährdeten Plätze vorerst verlassen und den Anschluss an das Tabellenmittelfeld herstellen, bei einer Niederlage würde es im zweiten Jahr in der Bayernliga wohl wieder ein Kampf bis zum letzten Spieltag werden. Der TSV schickte Zuspielerin Lisa Fabich, Libera Christine Hellinger, Diagonalangreiferin Jenny Janda, die Mittelblockerinnen Constanze Koller und Julia Sosnowski sowie die Außenannahmespielerinnen Carolin Reitberger und Nastassja Hippeli aufs Feld. Krankheitsbedingt musste Lina Dressler kurzfristig passen. Die Rottalerinnen starteten entschlossen und in Topform in das Spiel gegen die Oberbayerinnen. Schnell stellte Fabich mit ihren Aufschlägen auf 3:0. Hellinger organisierte ihre Defensive vorbildlich und Fabich setzte gekonnt ihre Angreiferinnen ein. München fand im ersten Satz kein Mittel um den Aufschlag- und Angriffswirbel der Griesbacherinnen zu unterbinden. Auch zwei Auszeiten bei 5:10 und 10:19 halfen den Oberbayern nichts. Koller bereitet den Satzgewinn mit 5 druckvollen Aufschlägen vor und Janda machte mit einer Finte zum 25:11 den Sack in nur 17 Minuten zu.

Dass das in der Form nicht so weitergehen würde war irgendwie klar. Fehlerlos im ersten Satz und ab dem zweiten Satz mit einigen Ungenauigkeiten versehen, brachten die Griesbacherinnen, das zuvor aussichtlos agierende Gästeteam zurück ins Spiel. Die Münchnerinnen wechselten neben der Libera auch eine Außenannahmespielerin aus und stabilisierten damit ihre Defensive. Zunehmend setzen die Müncherinnen auch ihren Größenvorteil am Netz ein und machten den Hausherrinnen das Leben mit ihrer Blockstärke schwer. München konnte sich etwas absetzen, während Griesbachs Zuspielerin Fabich in der Phase nicht den Schlüssel für den Angriffserfolg fand. Bei 16:20 nahm Griesbach die Auszeit und schwörte sich auf das Satzfinale noch einmal ein. Steffi Koller für Hippeli und Magdalena John für Reitberger kamen ins Spiel und sollten den Druck auf den Gegner noch einmal erhöhen. Erstmal noch ohne Wirkung. München erspielte sich bei 24:22 zwei Satzbälle. Fabich wehrte den ersten Satzball mit einer gekonnten Finte ab und ging anschließend zum Aufschlag. Mit viel Druck serviert, konnte München die Griesbacher Defensive nicht in Verlegenheit bringen und Fabich bediente Janda mustergültig, die mit einem krachenden Angriff der Linie entlang zum 24:24 stellte. Die Halle tobte und Fabich behielt im Aufschlag die Nerven und machte mit zwei exzellenten Aufschlägen den zweiten Satz zum 26:24 zu.

Völlig unerklärlich dann der totale Einbruch seitens der Hausherrinnen, die keinen Fuß mehr auf den Boden brachten. Fehler ohne Ende, kein guter Spielaufbau und München holte sich routiniert den dritten Satz völlig verdient und ungefährdet mit 25:15. Mit der Startaufstellung aus dem ersten Satz ging es nun im vierten Satz darum, die drei Punkte in Bad Griesbach zu behalten. Griesbach fand nun eher wieder die Lücken im Münchner Block. Trotzdem erspielte sich München, unterstützt von zwei kleinen Aufschlagserien, einen 6 Punkte Vorsprung. Doch Griesbach steckte nicht auf. Janda konnte mit ihren Aufschlägen zu Ende des Satzes für die erste Griesbacher Führung zum 20:19 sorgen. München schlug zurück und erspielte sich ein 24:21. Aus der Annahme holte Sownoswki mit einem Schnellangriff den 22. Punkt für Griesbach. John kam für Sosnowski zum Aufschlag ins Team. Fehlerlos setzte sie mit ihren Aufschlägen München unter Druck. Kapitänin Constanze Koller machte in der Phase den Unterschied. Mit ihren Angriffen holte sie den 23. Punkt und erzielte den Ausgleich. Nun war Griesbach nicht mehr zu bremsen. Unter Druck machte die Münchner Zuspielerin einen technischen Fehler, den der Schiedsrichter ahndete. Den ersten Matchball verwandelte dann Hippeli mit einer platzierten Finte zum 26:24. Mit einer Willensleistung und beeindruckendem Spiel drehten die Griesbacherinnen am Ende noch den Spieß um und siegten im Krimi 3:1. Mit dem Sieg überholt der TSV Bad Griesbach die Oberbayern und rangiert nun auf dem sechsten Tabellenplatz.