Spiel verloren, Punkt gewonnen – Griesbach verzweifelt

Unglaubliche 2:3 Niederlage gegen München – am Wochenende zweimal auswärts

Die Volleyballerinnen des TSV Bad Griesbach habe in der Bayernliga erneut einen wichtigen Punkt gegen den Tabellendritten SW München gewonnen, aber ein Spiel verloren, dass die Mannschaft aufgrund des Verlaufs niemals verlieren darf. Jetzt geht es am Wochenende zum Tabellennachbarn FTM Schwabing und den Tabellenletzten Eichenauer SV. Mit einem Sieg aus den beiden Spielen ist der Klassenerhalt vor dem letzten Heimspiel am 17.3. um 14 Uhr gegen den FTM Schwabing II in trockenen Tüchern.

Unter der Woche musste Magdalena John das Training wegen Schulterproblemen aussetzen, daher durfte Julia Sosnowski, die aus beruflichen Gründen zwei Wochen Trainings- und Spielpause einlegen musste, direkt vom Skilager in die Startsechs des TSV. Komplettiert wurde die Aufstellung von der zweiten Mittelblockerin Constanze Koller, Zuspielerin Lisa Fabich, Diagonale Jenny Janda, den beiden Außenannahmespielerinnen Steffi Koller und Nastassja Hippeli und Libera Christine Hellinger. Top eingestellt und bis in die Haarspitzen motiviert gelang den Griesbacher Volleyballerinnen von Anfang an alles.

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         Lisa Fabich (Nr. 9) mit aktivem Block          Carolin Reitberger (Nr. 11) mit erfolgreichem Angriff

 Aus der sicheren Abwehr und Annahme um Libera Hellinger zogen die Rottalerinnen ein beherztes Angriffsspiel auf, das die Münchner anfangs nicht in Griff bekamen, Vor allem Janda und Sosnowski punkteten nach Belieben bis zum 9:2. Hinzu kamen leichte Fehler der Gäste, vor allem im Aufschlag. Der Vorsprung konnte zwar in der Folge nicht weiter ausgebaut werden, aber die Münchnerinnen kamen auch nicht wesentlich näher an Ihren Gegner heran (16:8). Beim Stand von 21:15 durfte Fabich zum Aufschlag und machte den Satz mit druckvollen Aufschlag im Alleingang zum 25:15 zu.

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                               Nassi Hippeli lässt den Aufschlag des Gegners ins AUS fliegen

Im zweiten Satz kam Carolin Reitberger für Steffi Koller. Der Beginn war auf beiden Seiten mit unnötigen Fehlern gespickt. Erst als Reitberger zum Aufschlag kam, schien sich eine Form wie im ersten Satz aufzubauen. Griesbach führte 9:5. Doch dann kam wie in den Spielen zuvor der Bruch. Das Spiel wurde ungenauer, leichte Fehler kamen hinzu und der Gegner wurde mustergültig aufgebaut. Dem Zuspiel fehlte die Präzision, München war auf einmal Herr im Haus und niemand konnte verstehen, wie es dazu kam. Es schien die gesamte Konzentration weg und es fehlte sichtlich Körperspannung und mit Anwachsen des Rückstands auch Ausstrahlung. Erst als der Satz quasi weg war (15:22) wachten die Griesbacher Volleyballgeister wieder auf. Das Aufbäumen kam aber zu spät und Griesbach verlor 20:25. So wie es Griesbach im zweiten Satz ging, sollt es München im dritten Satz gehen. John kam als Außenangreiferin ins Spiel. Griesbach machte am Anfang wieder viele unnötige Fehler und lag schnell 3:7 zurück. Mit Fleiß und gutem Spiel arbeiteten sich die Gastgeber Punkt für Punkt heran und Kapitänin Constanze Koller und Fabich drehten das Spiel mit ihren Aufschlägen zum 17:12. Beide Mannschaften zeigten in dieser Phase schöne Angriffsaktionen und machten Werbung für den Volleyballsport. Mit einer Finte zum 24:17 holte John den ersten Satzball, den sie mit einem erfolgreichen Block zum 25:17 verwandelte. Spielbestimmend im vierten Satz war durchgehend nur der TSV Bad Griesbach. Sie zogen ein beeindruckendes Angriffspiel auf und München konnte nur reagieren. Schnell führte Griesbach nach einer Serie von Sosnowski mit 7:2, doch München profitierte von leichten Griesbacher Fehlern und konnte wieder ausgleichen. Auch eine zweite Aufschlagserie, diesmal von Constanze Koller zum 12:9, egalisierte München, erneut aufgrund leichter Griesbacher Fehler. Der vierte Satz war völlig offen, entweder punktete Griesbach oder Griesbach machte Fehler. München machte quasi keine Punkte selbst, aber eben auch keine Fehler. Zum Satzende wurde die Fehlerquote bei Griesbach immer höher und München führte 21:17. Noch einmal glich Griesbach zum 23:23 aus und hatten die Hand an den drei Punkten und damit am endgültigen Klassenerhalt, doch ein leichter verschlagener Angriffsball von Janda und ein unnötiger Blockfehler von Sosnowski entschieden den vierten Satz mit 25:23 für München. München kam damit zum zweiten Mal in diesem Spiel zurück auf die Gewinnerstraße und es lag einzig und allein an der hohen Fehlerquote im Griesbacher Spiel.

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Münchens Angreiferin bringt den Ball am Griesbacher Block vorbei – Im Tie-Break ging gar nichts mehr

Der abschließende Tie-Break wurde zu einem Volleyball – kuriosum. München marschierte erneut punktemäßig vorne weg, weil Griesbach das Feld nicht traf bis zum 11:7. Dann fiel den Schiedsrichtern auf, dass die Münchner Aufstellung von Anfang an falsch war. Regelkonform wurde der Spielstand auf 7:0 für Griesbach verändert. Während München diese Situation sportlich mit viel Kampfgeist annahm, war das Griesbacher Spiel nur noch konfus. Es gelang nichts mehr. Kein Ball fand den Weg in das gegnerische Feld und die Rottalerinnen gerieten mit 12:15 völlig unter die Räder. München wurde zum dritten Mal in diesem Spiel die Rückkehr erlaubt und damit der Sieg, den sie sich durchaus aufgrund ihres Erfolgswillens auch verdient haben, geschenkt.

Wie in den Spielen zuvor gegen die Topmannschaften der Liga zeigten die Griesbacher Volleyballerinen phasenweise hervorragenden Volleyball und damit ihre Berechtigung für diese Liga. Doch die Mannschaft hat es erneut nicht verstanden, die Konzentration und Körperspannung bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Am Wochenende hat die Mannschaft nun die Chance zu beweisen, dass sie auch noch Spiele gewinnen kann. Mit einem Sieg wäre der Ligaerhalt gesichert. Die Mannschaft wird die Erfahrungen aus den letzten Spielen mitnehmen und dafür sorgen, dass diese Einbrüche nicht mehr passieren. Am Samstag geht es um 19 Uhr beim FTM Schwabing und am Sonntagum 13 Uhr beim Eichenauer SV um die Punkte.