Griesbach rockt die Bayernliga

7. Sieg in Folge – Platz 3 im Visier

Die Mannschaft der Stunde in der Volleyball Bayernliga sind die Damen des TSV Bad Griesbach. Fast schon unheimlich ist die aktuell sehr gute Form der Rottalerinnen. Die Siegesserie spülte die Mannschaft von Trainer Dominik Ludwig auf Platz 4 vor und Platz 3 ist nun in Reichweite.

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Foto von links vorne: Caroline Reitberger, Jenny Jandy, Susanne Lermer, Sophia Hebel, Steffi Koller
              links hinten:  Coach Dominik Ludwig, Lisa Fabich, Magdalena John, Christine Hellinger,
                                  Constanze Koller, Luise Neumüller

Am Samstagabend traten die Griesbacherinnen als Favorit beim Tabellenvorletzten TSV Friedberg an. Die Schwaben waren im Vorjahr aus der Regionalliga abgestiegen und sind im Umbruch. Die noch sehr jungen Spielerinnen mussten bisher in der Bayernliga Lehrgeld bezahlen, Griesbach machte aber nicht den Fehler, ihren Gegner zu unterschätzen. Verzichten musste Coach Ludwig auf Mittelblockerin Julia Sosnowski, die leicht angeschlagen die beiden Spiele zu Gunsten der kommenden schweren Aufgaben ausließ. Griesbach trat die Reise mit den Zuspielerinnen Lisa Fabich und Sophia Hebel, den Liberas Christine Hellinger und Susanne Lermer, Diagonale Jenny Janda, den Mittelblockerinnen Constanze Koller und Magdalena John, sowie den Außenannahmespielerinnen Carolin Reitberger, Steffi Koller und Luise Neumüller an.

Mit einer langen Anreise in den Beinen startete der TSV Bad Griesbach etwas holprig in die Begegnung. Friedberg schlug stark auf und machte damit dem Annahmeriegel der Gäste hin und wieder Probleme. Außerdem konnten die Rottalerinnen mit den eigenen Aufschlägen nicht den gewünschten Druck erzeugen. Mitte des Satzes kämpften sich die Griesbacherinnen aber immer mehr in das Spiel und dominierten die Begegnung zusehends. Griesbach gewann Satz 1 mit 25:21. Im zweiten Start knüpften die Ludwig- Schützlinge dann aber an die Leistung der letzten Spiele an. Zuspielerin Fabich schoss mit ihren Aufschlägen den Annahmeriegel der Schwaben förmlich aus der Halle und stellte auf 10:1. Ludwig wechselte früh Hebel und Lermer ein. Dem Spielfluss schadeten die Wechsel nicht. Vor allem die Mittelblockerinnen waren für die Gegnerinnen nicht zu verteidigen. Kapitänin Constanze Koller punktete nach Belieben. Der 2. Satz endete deutlich 25:13. Auch im dritten Satz drückten die Griesbacherinnen dem Spiel ihren Stempel auf. Hier stand vor allem der Block wie eine Wand und entschärfte das Angriffsspiel der Schwäbinnen entscheidend. Mit 25:19 ging auch dieser Satz an den TSV Bad Griesbach. Die Mannschaft zeigte eine ausgeglichen starke Mannschaftsleistung und ließ dem Gegner in der Summe des Spiels keinerlei Siegchance.

Nach nur 10 Stunden Pause und Übernachtung im Hotel mussten die Rottalerinnen am nächsten Tag bereits um 11:00 beim Tabellennachbarn FC Kleinaitingen antreten. Anfang des Jahres hatte man zu Hause zwar 3:2 gewonnen, mit dem verlorenen Punkt am Ende dann aber nicht glücklich. Diesmal wollte es die Ludwig-Truppe besser machen. Allerdings startete Griesbach ungenügend in die Partie. Mit dem eigenen Aufschlag konnte man nicht den gewünschten Druck auf die Gegnerinnen ausüben, selbst hatte man mit den Aufschlägen der Gastgeberinnen Probleme, was ein druckvolles Angriffsspiel nicht möglich machte. Im Gegensatz zum Vorabend ging diesmal über die Mitte nur wenig. Folgerichtig gewann Kleinaitingen den ersten Satz 25:19. Ludwig stellte im zweiten Satz Diagonale Jenny Janda auf die Außenangreiferposition und brachte damit neuen Schwung in die Mannschaft. Janda war für den gegnerischen Block und die Abwehr nicht zu bekommen und sammelte Punkt für Punkt für ihr Team. Das stabilisierte das ganze Team und die Leistung wurde in allen Mannschaftsteilen verbessert. Griesbach hatte nun ihren Gegner im Griff und holte sich die Sätze 2 und 3 mit 25:20 und 25:16. Im vierten Satz gönnte Ludwig Janda eine verdiente Pause. Griesbach zog durch und holte sich auch diesen Durchgang mit 25:16. Am Anfang krampfte das Spiel des TSV, mit laufender Spieldauer wurden die Rottalerinnen stabiler und souveräner. Trotzdem darf man den Sieg als einen Arbeitssieg einstufen.

Der TSV muss für das kommende Wochenende wieder eine Schippe drauflegen um die Spiele am Samstag beim FTM Schwabing Ii und am Sonntag bei SV Lohhof III erfolgreich gestalten zu können. Mit den 6 Punkten im Rücken klettert der TSV Bad Griesbach nun auf Platz 4 und hat Platz 3 fest im Visier.