Damen 1 siegt zum Auftakt der Rückrunde gegen Landshut

Die Volleyballerinnen des TSV Bad Griesbach haben zum Rückrundenstart am Wochenende ihre Pflichtaufgabe gelöst. Vor heimischer Kulisse siegten die Rottalerinnen im niederbayerischen Derby gegen die TG-VfL Landshut deutlich mit 3:0. Der TV Lenggries war dagegen eine Nummer zu groß beim 0:3.

Mit höchstem Tempo startete der TSV, angeführt von Kapitänin Meike Thomsen, in die richtungsweisende Begegnung mit dem Tabellennachbarn aus Landshut. Griesbach übte mit seinem Angriffsspiel auf die gegnerische Abwehr den aus der letztjährigen Rückrunde gewohnten Druck aus. Mittelblockerin Theresa Hebel, Diagonalangreiferin Christina Winklhofer und Außenannahme Nastassja Hippeli trugen früh mit ihren Aufschlagpunkten zur schnellen 10:3 Führung bei. Erst gegen Mitte des ersten Satzes befreite sich Landshut etwas und setzte selbst die eine oder andere Duftmarke im Angriff. Die schlechtere Phase in diesem ersten Satz, bei der alle 6 Spielerinnen in Folge keinen Aufschlagpunkt erzielen konnten, glich das sichere Annahmespiel von Kapitänin Thomsen, Hippeli und Libera Claudia Stephani aus. Beim Stand von 20:16 gelangen dann Zuspielerin Sylvia Borek 3 Aufschlagpunkte und sorgte damit für die Vorentscheidung. Am Ende ging der erste Durchgang mit 25:22 an Griesbach. Mit dem gewonnen Selbstvertrauen machten die Rottalerinnen im zweiten Satz mit ihren Gegnerinnen kurzen Prozeß. Beim 25:9 kamen alle Spielerinnen nur einmal zum Aufschlag. Zuspielerin Borek schoß Landshut ab dem 16:9 mit 9 Aufschlägen förmlich alleine ab. Wie so oft sind ganz klare Satzerfolge im darauffolgenden nur schwer zu verteidigen. Landshut wechselte auf der Liberaposition und stabilisierte damit sein Spiel. Ausgeglichen verlief der Satz bis zu Satzmitte. Trainer Wolfgang Stephani reagierte und brachte mit Diagonalspielerin Stefanie Koller und Außenangreiferin Verena Krautwurm Alternativen im Angriff und damit mehr Durchschlagskraft. Die Angst vorm Gewinnen lähmte die Mannschaft ab dem 24:18 etwas. Der entscheidende Punkt wollte nicht gelingen und Landshut kämpfte sich nach 6 abgewehrten Matchbällen auf 24:24 heran. Begünstigt durch einen Aufschlagfehler und einem genialen Lupfer ins Eck von Mittelblockerin Sabine Niederhofer siegte Griesbach am Ende 26:24.  Bis auf den kleinen Wackler am Ende des dritten Satzes überzeugte Griesbach und gewann das Spiel auch verdient in der Höhe.

Der zweite Gegner an diesem Tag war der TV Lenggries. Mit drei ehemaligen Zweitligaspielerinnen und im Schnitt deutlich größer schlug der Favorit in Griesbach auf. Hochmotiviert traten die Volleyballerinnen aus Griesbach angeführt von den beiden Routiniers im Team Sabine Niederhofer und Simone Süther den Oberbayern entgegen. Bis zum 10:8 hielt Griesbach gut mit. Anschließend kam Lenggries immer besser ins Spiel und die Angriffslawine der Oberbayern fegte über Griesbach hinweg. Ohne jede Chance ging Satz 1 mit 25:15 auch in der Höhe verdient an Lenggries. Mit neuem Mut startete Griesbach in den zweiten Durchgang. Lenggries konnte sich immer wieder mit ihren großen Angreiferinnen durchsetzen. Mit einem Doppelwechsel beim Stand von 6:7 reagierte Trainer Stephani auf die Lufthoheit des Gegners. Zuspielerin Ingrid Bergmaier und Theresa Hebel ersetzten Sylvia Borek und Christina Winklhofer und stabilisierten damit das Blockspiel gegen den gegnerischen Außenangriff. Die eigentliche Diagonalspielerin Stefanie Koller ging für Sabine Niederhofer in den Mittelangriff und belebte das Angriffsspiel. Immer wieder sorgten Hebel und Koller für sehenswerte Angriffspunkte. Nastassja Hippeli ersetzte beim Stand von 15:19 Simone Süther im Aufschlag und sorgte mit ihren druckvollen Sprungflatteraufschägen für den umjubelten Ausgleich. Griesbach spielte am oberen Limit und sorgte zusammen mit den starken Lenggriesern für eine hochklassige Partie. Beim Stand von 22:24 und 24:25 hatte Lenggries drei Satzbälle. Griesbach wehrte alle mit hoher Risikobereitschaft ab und erkämpfte sich selbst einen Satzball zum 26:25. Letztendlich setzte sich die Erfahrung der Oberbayern durch und Lenggries siegte 28:26. Griesbach spielte auch im dritten Satz gefällig mit aber nicht mehr und Lenggries setzte sich mit 25:17 durch und gewann das Spiel mit 3:0.

Mit den Ergebnissen vom Wochenende rückt Griesbach vom Abstiegsplatz 9 auf Rang 6 vor. Ein erster wichtiger Schritt im Kampf um den Klassenerhalt ist gelungen. In zwei Wochen muss allerdings der nächste Schritt gemacht werden, um nicht wieder auf die Abstiegsränge zurückzufallen.

Die zweite Damenmannschaft hat am Wochenende in der Bezirksklasse die Tabellenführung verteidigt. Nach einem 3:1 Sieg gegen Waldkirchen und unnötigen 2:3 Niederlage gegen Hauzenberg profitierte die Landesligareserve von der Niederlage Hauzenbergs gegen Waldkirchen. Dank des besseren Satzverhältnisses stehen die Griesbacher weiterhin punktgleich mit dem TV Hauzenberg an der Tabellenspitze. Die gute Form der Zweiten des TSV steht am nächsten Spieltag beim Rangdritten Fürstenzell auf dem Prüfstand. Beim Spitzenspieltag der Bezirksklasse treffen die Rottalerinnen mit Fürstenzell II und Gotteszell II auf zwei Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg in die Bezirksliga.